Über uns
Unser Team setzt sich aus erfahrenem Fachpersonal zusammen – unsere Arbeit basiert auf Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement. Viele unserer Mitarbeitenden haben als Freiwillige im Nothilfeprojekt welcome2school gestartet und bringen jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit jungen Geflüchteten mit.
Team
Schulleitung
Hanna Weissgerber
Schulleitung Organisation & Schulsozialarbeit
Katrin Jaggi
Gründerin und Geschäftsleiterin
Anna Rodriguez
Schulleitung Bildung & Schulsozialarbeit, Lehrperson für Mathematik
Schulbüro
Renate Takacs
Leiterin Schulbüro
David Gees
Assistenz Schulleitung
Chiara Fasanella
Mitarbeiterin Schulbüro
Lehrpersonen
Anina Lehmann
Lehrperson für ABU & Kultur
Christine Luchsinger
Lehrperson für ABU Debattieren
Elias Meier
Lehrperson für Mathematik & IKT
Laura Clemens
Fachverantwortliche Deutsch
Lehrperson für Deutsch
Saskia Illi
Fachverantwortliche ABU
Lehrperson für Deutsch & ABU
Mathias Vetter
Lehrperson für Musik
Sarah Eicher
Lehrperson für Musik
Sandro Hersche
Lehrperson für ABU & IKT
Tamira Ernst
Fachverantwortliche Mathematik Lehrperson für Deutsch & Mathematik & Kultur
Zoe Gisiger
Lehrperson für Deutsch & Kultur
Tamara Schubert
Berufscoaching & Lehrperson für ABU
Unsere Geschichte
April 2016
Am 4. April 2016 startet Katrin Jaggi zusammen mit Jan Capol das Nothilfeprojekt welcome2school zusammen mit 72 engagierten Freiwilligen. Täglich werden in der Liebfrauenkirche nachmittags rund 90 Schüler:innen in zwei grossen Klassen in Deutsch, Mathematik, Musik und Gestalten unterrichtet. Vor den Sommerferien sind alle erschöpft, aber auch überglücklich: Für manche der jungen Menschen, die gerade neu in der Schweiz sind, können wir einen echten Unterschied bewirken.
Schuljahr 2016/17
Stark verunsichert, ob ein weiteres Engagement finanziell aber auch ressourcenmässig möglich ist, starten wir wider Erwarten das neue Schuljahr. Das erste reguläre Schuljahr wird erweitert durch neue Schulfächer sowie zusätzliche Räume der Liebfrauenkirche. Erste Gemeinden erkennen den Mehrwert des Angebots und sind bereit, ein kleines Schulgeld zu bezahlen. Diese Schulgelder der Gemeinde Pfungen und der AOZ Zürich ermöglichen neben Spendengeldern erste kleine Entschädigungen für die Koordinationsaufgaben der Klassenlehrer:innen.
Schuljahr 2017/18
Jan Capols Ausstieg aus dem Schulbetrieb zwingt Katrin Jaggi, neue Strukturen aufzubauen und die Gemeinden stärker in die finanzielle Pflicht zu nehmen: Das Schulangebot wird erweitert mit den allgemeinbildenden Fächern, Computerunterricht und Kultur. Dies veranlasst immer mehr Gemeinden, ein Schulgeld zu entrichten. Die dadurch generierten Gelder können wiederum in den Ausbau des organisatorischen Betriebes investiert werden: Eine erste administrative Leitung des Schulbüros wird angestellt.
Schuljahr 2018/19
Nach intensiver Raumsuche können wir die Räumlichkeiten der Liebfrauenkirche verlassen und in unser erstes Schulhaus an der Limmatstrasse ziehen. Dies ermöglicht eine Erweiterung auf vier Klassen. Neben vielen kleinen Kooperationen starten erste grosse Kooperationen mit dem Schauspielhaus und dem Kunsthaus Zürich, aber auch family help – eine Organisation, die sich für die psychische Gesundheit junger Geflüchteter einsetzt – ergänzen unser Angebot mit Theater- und Kunstunterricht, sowie Therapieplätzen. Während einige Gemeinden weiterhin das Schulgeld für Schüler:innen übernehmen, befinden sich viele andere Jugendliche noch im laufenden Asylverfahren oder haben bereits einen abgelehnten Asylbescheid erhalten.
Schuljahr 2019/20
Unsere Expertise wächst, unsere Stundentafel wird nicht nur zum Vorbild anderer Schulen, sondern gilt als Grundlage für das vom Kanton neu definierte, zu akkreditierende vollschulische Bildungsangebot. Auf eine Akkreditierung wird vorerst verzichtet, der Entscheid bedinge einen grossen Schritt weg vom zivilgesellschaftlichen Engagement trotz immer grösserer Not auf Grund steigender Zahlen abgewiesenen Asylverfahren innerhalb der Schüler:innenschaft.
Schuljahr 2020/21
Unser liebgewonnenes Schulhaus an der Limmatstrasse wird abgerissen, provisorischen Unterschlupf finden wir in der Allgemeinen Berufsschule Zürich. Die Folgen von Corona und eine Vielzahl akkreditierter Schulen lässt uns schrumpfen. Die Gemeinden buchen vom Kanton akkreditierte Angebote, deren Schulgelder durch die Integrationsagenda des Bundes finanziert werden. Im Jahr 2020 verbucht Welcome to School lediglich 36 abgewiesene Jugendliche und nur 4 durch Gemeinden finanzierte Schüler:innen. Eine Entscheidung wird fällig: unser Angebot beim Kanton zu akkreditieren ist unumgänglich.
Schuljahr 2021/22
Unser vollschulisches Bildungsangebot «Integration durch Bildung und Kultur» wird vom Kanton Zürich akkreditiert und von EduQua zertifiziert. Ausgebildete Lehrpersonen sind nun vom Betrieb angestellt, sie werden marktüblich entlöhnt und die Gemeinden übernehmen das Schulgeld für Schüler:innen mit F- oder B-Status. Die Schule kann deshalb finanziell unabhängig vom Verein betrieben werden. Schüler:innen ohne Bleiberecht können dank Spendengelder an den Verein die Schule mit einem reduzierten Schulgeld weiterhin besuchen. Ausserdem eröffnen wir im Frühling 2022 spontan zwei Klassen für ukrainische Geflüchtete, die gerade neu in der Schweiz ankommen. Wieder können wir durch unsere Flexibilität und Spontanität schnell Hilfe leisten.
Schuljahr 2022/23
Nach langer Suche werden wir fündig: Im Frühling 2023 beziehen wir unser eigenes Schulhaus an der Militärstrasse 109, das auf drei Geschossen Platz für sechs Schulklassen bietet. Besonders vulnerable Schüler:innen fühlen sich mit unserem neu akkreditierten Schulangebot sehr wohl, da wir in unserem Schulalltag grossen Wert auf eine enge Begleitung legen. Ausserdem setzen wir einen besonderen Fokus auf die Zusammenarbeit mit den FFST, den Integrationscoaches und Wohngruppen. Neu startet auch das Sprachcafé im Kirchgemeindehaus der Johanneskirche – alle sechs Klassen üben hier jeden Mittwochnachmittag Deutschkonversation mit zahlreichen Freiwilligen.
Schuljahr 2023/24
Das Schulangebot wird laufend weiterentwickelt und an die Bedürfnisse unserer Schüler:innen angepasst, die Schulsozialarbeit nimmt eine zentrale Bedeutung des Angebotes ein. Das erste Mal findet unsere Projektwoche zum Thema «Berufe» statt, in der wir gemeinsam die Berufsmesse besuchen, das Laufbahnzentrum mit unseren Schüler:innen Bewerbungstraining macht und ehemalige Schüler:innen zu Vorträgen über ihre aktuellen Lehrstellen und Einstieg in das Berufsleben berichten, was von nun an ein Highlight in unserem Schuljahr ist.
Schuljahr 2024/25
Die Zusammenarbeit mit lokalen Kultureinrichtungen und NGOs wird weiter ausgebaut, so startet zum Beispiel das Sprachcafé für zwei Klassen im Café Gleis im Zollhaus – Ziel dabei ist, dass die Schüler:innen Zugänge zu öffentlichen Räumen erhalten und in den Austausch mit Schweizer:innen kommen. Zudem starten wir eine Zusammenarbeit mit dem Migros Museum, bei der unsere Schüler:innen in den Räumlichkeiten des Museums kochen und sich mit Mitarbeitenden und Museumsbesucher:innen austauschen. Auch die Berufsorientierung wird weiterentwickelt und bildet einen festen Bestandteil des ABU-Unterrichts.
Frühling 2026
Aus Welcome to School wird mas:ma. Das vom Verein finanziell unabhängige Schulangebot soll eine eigene Identität und einen eigenen Namen bekommen. Dieser bringt auf den Punkt, wofür die Schule seit vielen Jahren steht und was wir täglich leben: Wir sind mehr als eine Schule. Der Verein welcome2school bleibt weiterhin bestehen und unterstützt jugendliche Geflüchtete im Bereich Bildung und Integration.